Posteado por: Philipp | 2 Agosto 2008

Patagonien und Feuerland

Ab Bariloche nahmen wir die berühmte Ruta 40, welche Patagonien von Nord nach Süd durchläuft, immer parallel zu den Anden. An berühmten Orten vorbei wie El Bolson, Esquel und El Chalten (MT. Fitz Roy) kamen wir nach El Calafate, dem Ausgangspunkt zur Besichtigung des Perrito Moreno Gletschers. Wir richteten uns auf einem total verschneiten Campingplatz ein, wir waren die einzigen Gäste ;-) , und machten uns am nächsten Morgen auf Richtung Gletscher, der in einem Nationalpark liegt. In der Nacht fielen die Temperaturen auf ca. – 5° Grad und am nächsten morgen war die Strasse eisglatt. Dies war auch der Grund warum wir mit unserem Auto am Eingang zurückgewiesen wurden. Leider hatten wir weder Ketten noch Spikes und so durften wir wieder umdrehen und zurückfahren. Am nächsten Tag nahmen wir den Touri Express und mit dem ging es dann rein in den Park. Spektakulär. 60m hoch, 8 km breit und ca. 14km lang und von einer unglaublich blauen Farbe. Ab und an hörte man immer wieder eine Art Stöhnen und dicke Eisbrocken fielen ins Wasser. Den großen Einbruch der Eisbrücke hatten wir leider um 4 Tage verpasst.

Aufgrund des kalten Wetters, verzichteten wir darauf , anschließend den Nationalpark Torres del Paine in Chile zu besuchen. Eine Todessünde, aber wandern im Schnee und bei -10° Grad reizt uns jetzt wirklich nicht. Ein anderes Mal und im Sommer gerne. Zum Glück funktionierte die Standheizung, so dass wir nicht am Morgen Tod aufwachten. Weiter ging es durch menschenleere Landschaft, Patagonien ist eine der am dünn besiedelsten Gegenden auf unserem Planeten (1 Person auf 1000 km²), Richtung Feuerland, unserem Ziel seit fast 45000km. Um aber nach Ushuaia, der südlichsten Stadt auf der Erde, und somit in den argentinischen Teil Feuerlands zu gelangen, mussten wir erst noch nach Chile einreisen, die Magelan Strasse bei Sturm und Wind überqueren und wieder aus Chile aus- und nach Argentinien einreisen. Jedes Mal neue Stempel in den Pass und neue Autopapiere. Ganz zu schweigen von dem Rückweg, dann wieder aufs Neue die Prozedur. Wir mieteten uns in Ushuaia eine 2 stöckige Holzhütte mit Kamin, Heizung und Wireless LAN und gingen nur wenn es unbedingt sein musste vor die Tür. Selbst die Pinguine waren im Urlaub in Brasilien und auf Skifahren hatten wir keinen Bock. Nach ein paar Tagen war dann auch gut, es ging zurück: 3800km nach Buenos Aires, die schafften wir in einer Woche, mit Pause zum Wale beobachten in Puerto Madryn. Bei Flut kommen die Austral Wale zum Paaren direkt in die Bucht und sind ca. 10m vom Strand entfernt sehr gut zu beobachten.

Telefonisch mieteten wir ein 3 Zimmer Appartement in Buenos Aires für 2 Wochen und machten uns auf in die 13 Millionen Metropole rein zufahren. Und hier organisierten wir die Verschiffung des Autos in der ersten Woche, mit allem Papierkram wie Zoll, Immigration und Lauferei innerhalb der Terminals. Und in der 2 Woche werden wir uns mehr der Stadt und seiner Sehenswürdigkeiten widmen, den Frauen vom Plaza de Mayo, San Telmo, Palermo, Recoletta, Boca Juniors und Maradona, Tango und Party.

Hasta Pronto.


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